Domänen in sprachlichen Modulen

Das Forschungsthema Domänen in sprachlichen Modulen soll die Rolle von strukturellen, informationellen oder komputationellen Bereichen untersuchen, die in einem oder mehreren sprachlichen Sub-Systemen eine zentrale Rolle spielen. Eines der grundlegenden Organisationsprinzipien von natürlicher Sprache (und möglicherweise von Kognition überhaupt) ist die Gliederung komplexer Einheiten in modulare Teile, innerhalb deren bestimmte konkrete Beziehungen und Operationen definiert sind. Das heißt: Domänen von bestimmtem Umfang oder bestimmter Größe scheinen für charakteristische Prozesse und Abhängigkeiten verantwortlich zu sein, welche innerhalb von grammatischen oder weiteren sprachlichen Modulen wie Phonologie, Morphologie, Syntax und Semantik wirksam sind und in Konzepten wie Lokalität oder Skopus in Bezug auf bestimmte Phänomene auftauchen. Das übergreifende Ziel ist es, Forschung zu solchen Domänen zu bündeln, die für verschiedene Module relevant sind und zu untersuchen, in welchem Maße sie aufeinander beziehbar sind. Weiterhin ist zu überprüfen, welche modul-übergreifenden Parallelen sich ergeben. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich das Forschungsthema zentral mit Fragen an den Schnittstellen zwischen den Modulen befasst.

Das Forschungsthema wird gestützt durch das DFG-Projekt Relative Maßangaben und die DP-Grenze (Alexiadou & Sauerland), das Marie-Curie-Projekt The grammar of inclusion: Exploring the Boundaries of Linguistic Competence (Falco) und das SFB-Projekt Register and the development of periphrasis in the history of English (Alexiadou & McFadden).