Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft Leibniz-Gemeinschaft

Was ist das ZAS?

Das Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft heißt kurz: ZAS.
Das ZAS ist ein Forschungs-Institut. Es wurde im Jahr 1996 gegründet.Das ZAS ist in Berlin.

Das ZAS ist ein Leibniz-Institut. Alle Leibniz-Institute forschen.

Forschen bedeutet, dass man Neues über ein Thema herausfinden will.

Die Leibniz-Institute sind Mitglied bei der Leibniz-Gemeinschaft. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören fast 100 Forschungs-Institute in Deutschland. Die Ergebnisse aus der Forschung sollen den Menschen helfen.

 

Was das ZAS erforscht

Am ZAS arbeiten Sprach-Wissenschaftler. Ein anderes Wort dafür ist: Linguisten. Die Linguisten forschen zu Sprache.

Menschen können sprechen. Das ist etwas ganz Besonderes. Die Sprach-Wissenschaftler am ZAS interessieren sich dafür, wie das genau funktioniert.

Dabei wollen sie wissen:

  1. Was passiert im Körper, wenn man spricht?
  2. Wie lernt man eine Sprache?
  3. Was passiert im Gehirn, wenn man spricht und wenn man zuhört?
  4. Wie ist eine Sprache aufgebaut?
  5. Wie unterscheidet sie sich von einer anderen Sprache?

Dieses Wissen können sie dann für andere Fragen benutzen. Zum Beispiel: Warum haben manche Menschen Probleme mit dem Sprechen? Wie kann man ihnen helfen? Oder: Wie kann man Computer und Handys mit Sprache bedienen?

 

Forschungs-Bereiche

Am ZAS gibt es vier Forschungs-Bereiche. Die Forschungs-Bereiche sind Gruppen von Sprach-Wissenschaftlern, die sich mit einem bestimmten Thema besonders gut auskennen.

Forschungs-Bereich 1

Die Wissenschaftler im ersten Forschungs-Bereich erforschen, wie Menschen Laute aussprechen.

Dazu benutzen sie ein Labor am ZAS. Im Labor befinden sich viele Geräte. Mit den Geräten kann man ganz genau untersuchen, wie jemand spricht. Man kann sehen, wie sich die Zunge beim Sprechen bewegt oder wie jemand beim Sprechen atmet.

Die Sprach-Wissenschaftler untersuchen zum Beispiel, was mit der Stimme passiert, wenn jemand flüstert. Oder: Spricht man anders, wenn man mit verschiedenen Personen redet? Sie erforschen auch, wie man spricht, wenn man sich schnell bewegt.

Forschungs-Bereich 2

Die Sprach-Wissenschaftler im zweiten Forschungs-Bereich kennen sich gut damit aus, wie Kinder sprechen lernen. Sie interessieren sich auch für Kinder, die mit ihren Eltern zuhause eine andere Sprache sprechen als in der Schule.

Die Sprach-Wissenschaftler wollen zum Beispiel wissen: Wie gut können die Kinder Geschichten erzählen? Oder: Wie kann man sehen, ob die Kinder noch mehr deutsche Wörter üben müssen oder ob sie zum Arzt gehen müssen?

Dieses Wissen ist nützlich für Ärzte und Lehrer. Viele Lehrer unterrichten Kinder, die zwei Sprachen sprechen.

Forschungs-Bereich 3

Die Sprach-Wissenschaftler im dritten Forschungs-Bereich wollen wissen, wie Wörter und Sätze aufgebaut sind. Sie untersuchen das in vielen verschiedenen Sprachen auf der ganzen Welt.

Sie fragen sich: Welche Silben darf man benutzen, um ein Wort zu bilden? Wie ist die richtige Reihenfolge von Wörtern in einem Satz? Warum darf man nicht alle Wörter durcheinander sagen? Warum sagt man manchmal längere Sätze und manchmal kürzere Sätze?

Sie untersuchen auch, welche Wörter Menschen benutzen, um zwei Sätze zu verbinden. Zum Beispiel kann man sagen: Sophie weiß nicht, ob sie mit ihrem Hund spazieren gehen will. Aber man kann zum Beispiel nicht sagen: Sophie glaubt nicht, ob sie mit ihrem Hund spazieren gehen will.

Forschungs-Bereich 4

Die Sprach-Wissenschaftler im vierten Forschungs-Bereich untersuchen die Bedeutung von Sprache. Jedes Wort hat eine Bedeutung. Wenn man Wörter zu einem Satz zusammensetzt, hat auch der Satz eine Bedeutung.

Manchmal meinen die Menschen aber noch etwas extra. Ein Beispiel: Jemand sagt den Satz: Mir ist kalt. Dann wissen alle, dass die Person friert. Das ist die Bedeutung des Satzes. Wenn das Fenster auf ist, kann es sein, dass die Person will, dass jemand das Fenster zumacht. Das ist dann eine extra Bedeutung. Keiner hat gesagt: Mach das Fenster zu. Aber alle verstehen es trotzdem.

Die Sprach-Wissenschaftler interessieren sich auch dafür, wie die Menschen denken, wenn sie sprechen.