Forschungsnetzwerk veröffentlicht „10 Must-Knows“ aus der Biodiversitätsforschung

16.03.2022

Das Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität hat „10 Must-Knows“ veröffentlicht. In 10 Schlüsselbereichen werden Wege für Politik und Gesellschaft aufgezeigt, einen weiteren Verlust der Artenvielfalt der Ökosysteme zu stoppen und die biologische Vielfalt zu fördern. Tonjes Veenstra vom Forschungsbereich Syntax & Lexikon (FB3) ist einer der 13 Leitautor:innen. 

Biologische, soziokulturelle und sprachliche Vielfalt sind eng miteinander verbunden. Besonders indigene Sprecher:innen leben in Gebieten mit der höchsten Artenvielfalt. Ihre Sprachen sind Träger von Wissen und vermitteln Praktiken zum Schutz von natürlichen Lebensräumen. Jedoch sind indigene Sprachen durch dieselben Akteure bedroht, die auch unsere biologische Vielfalt stark gefährden. 

Tonjes Veenstra betont: „Der Lebensraum indigener Völker wird durch Abholzung und Ausbeutung zunehmend kleiner. Aber es ist nicht nur der Verlust der dortigen Artenvielfalt, der Sorgen macht. Auch ihre Sprachen, und damit das Wissen über Flora und Fauna, sind hochgradig gefährdet. Für das Fortbestehen dieser Sprachgemeinschaften ist der legale Landbesitz für indigene Völker von entscheidender Bedeutung, damit die Menschen die Kontrolle über ihren Lebensraum behalten. Das führt zu einem diverseren und gesünderen Planeten für uns alle.“

Link zur Pressemitteilung des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität.