Magna cum laude (sehr gut) für Katarzyna Stoltmann

06.11.2020

Wir gratulieren Katarzyna Stoltmann, die heute an der Humboldt-Universität ihre Dissertation mit Magna cum Laude (Sehr gut) verteidigt hat.

Die Arbeit mit dem Titel "Where is the bottle? Cross-linguistic study on side assignment to objects and interpretation of static spatial relations by German, Polish, Italian and English native speakers"  wurde durch das ZAS gefördert. In ihr untersucht Stoltmann mit der Methode des Mouse-Trackings, wie relationale Ortsangaben wie “vor” oder “links” von einem Objekt verstanden werden. Das hängt nicht nur von dem Ort ab, sondern auch von der Natur des Bezugsobjekts — ob es sich etwa um einen runden oder rechteckigen Tisch handelt, einen Schrank, der von vorne oder hinten zu sehen ist, oder um ein belebtes Wesen (hierfür wurde ein Dalmatiner gewählt). In der umfangreichen und komplexen Studie mit etwa 200 Versuchspersonen konnte Stoltmann zeigen, dass die Muttersprache durchaus Einfluss auf die gewählte Strategie haben kann.

Neben der aufwändigen Arbeit an der Dissertation hat sich Kasia auch sehr um die Doktorandengruppe am ZAS und in der Leibniz-Gemeinschaft verdient gemacht: 2017-2018 war sie Sprecherin des Leibniz PhD Networks und Vorstandsmitglied des N2 - The Network of Networks. Heute arbeitet sie als Senior Analyst bei einem Software-Unternehmen.