Sprecherwahlmöglichkeiten und Sprachgebrauch

Das Forschungsthema Sprecherwahlmöglichkeiten und Sprachgebrauch untersucht, wie die Auswahloptionen des Sprechers zwischen verschiedenen Realisierungsmöglichkeiten sich auf die Interpretation sprachlicher Äußerungen auswirken. Das Thema wird aus semantischer und pragmatischer Sicht unter Berücksichtigung syntaktischer und prosodischer Beschränkungen bearbeitet. Dabei wird eine enge Verknüpfung experimenteller und theoretischer Arbeit angestrebt. Konkrete Themen, die untersucht werden sollen, sind der Einfluss von Sprecherwissen und kontextueller Handlungsrelevanz auf die Auswahl skalarer und wörtlicher Alternativen, die Modellierung des Entscheidungsprozesses und die Schnittstellen zur Syntax und Semantik. Der Vergleich verschiedener theoretischer Ansätze, insbesondere grammatikalischer, spieltheoretischer und algorithmischer Modelle ist ein wesentliches Ziel. Für konversationelle Implikaturen soll ein Modell für die Produktion und Interpretation skalarer Alternativen für logische Operatoren und für Adjektive entwickelt werden.

Das Forschungsthema wird durch die DFG-Projekte Sprachübergreifende Logik: Konnektive sprachübergreifend ausdrücken und interpretieren (CrossConn)  (Nicolae) und Propositionaler und Non-at-issue Inhalt für die Textgenerierung: Eine Untersuchung zu QUD-Ansatz für die Diskursstrukturierung (Benz) unterstützt.