Sprachkontakt

Bei dem Forschungsthema Sprachkontakt ist es geplant, Kontaktphänomene sowohl in individueller wie in gesellschaftlicher Hinsicht zu untersuchen. Auf individueller Ebene wird erforscht, wie Sprachsysteme innerhalb eines zweisprachigen Sprechers interagieren und welche Faktoren die Sprach(dis)balance innerhalb des Lexikons, der Grammatik und des Diskurses beeinflussen. Insbesondere wird das Codeswitching im Fokus stehen. Auf gesellschaftlicher Ebene sollen die Einstellungen zu Sprachen und das Bewusstsein für den Sprachkontakt ermittelt werden. Ein langfristiges Ziel ist es, auf eine wissenschaftlich informierte Einstellung der Öffentlichkeit zur Mehrsprachigkeit hinzuwirken. Ein weiteres Ziel ist es, für eine bessere Kenntnis der regionalen und sozialen Bedeutung von Sprachen und ihrer Sprecher in Deutschland und insbesondere in Berlin zu sorgen.

Das Forschungsthema wird gestützt durch die Forschergruppe Emerging Grammars in Language Contact Situations: A Comparative Approach (FOR 2537), an welcher das ZAS mit zwei Projekten zum Russischen (Gagarina) und eins zum Griechischen beteiligt ist (Alexiadou). Ferner trägt das SFB-Projekt Sprecherwahl in Kreolsprachcommunities: Bislama and Morisien (Krifka & Veenstra) zu dem Forschungsthema bei.