Sprachdokumentation und Spracharchivierung

Das Forschungsthema Sprachdokumentation und –archivierung wird verfolgt mit dem Ziel der Etablierung eines Forschungsbereichs mit gleicher Bezeichnung durch einen kleinen strategischen Sondertatbestand, der nach einer erfolgreichen Evaluation 2022 beantragt werden soll.  Das ZAS will hier seine Expertise im Bereich der fachgerechten Dokumentation kleiner Sprachen und der Auswertung bestehender Korpora weiterentwickeln und ein Konzept zur langfristigen Archivierung von linguistischen Korpora kleiner und in vielen Fällen bedrohter Sprachen und von Sprachdaten anderer Natur vorlegen. Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit mit dem IDS und anderen Korpusinitiativen in Deutschland und international vorgesehen. Die Zusammenarbeit mit dem ELAR-Archiv (SOAS London) hat sich hier als besonders vielversprechend entwickelt (Leiterin: Dr. Mandana Seyfeddinipur). Das Vorhaben wird derzeit näher spezifiziert, um andere Formen der Dokumentation von linguistischen Forschungsthemen mit einzubeziehen.

Das Forschungsthema wird unterstützt durch das DFG-Heisenberg-Projekt Neue empirische Sprachwissenschaft durch Verbindung von Sprachdokumentation, vergleichender Korpuslinguistik, Typologie und Sprachkontaktforschung (Seifart), durch das deutsch-französische DFG-ANR-Projekt Sprachvergleichende Phonetik und Morphologie mit einem zeit-alinierten Referenzkorpus aus Dokumentation von 50 Sprachen: Big Data on Small Languages (Krifka & Seifart) sowie durch ein BMBF-gefördertes Kooperationsprojekt Quality - Established: Erprobung und Anwendung von Kurationskriterien und Qualitätsstandards für audiovisuelle, annotierte Sprachdaten (mit IDS, Universität zu Köln, Universität Hamburg in Kooperation mit MPI Nijmegen und SOAS London; Krifka & Seifart).