Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft Leibniz-Gemeinschaft

Die Semantik prototypensensitiver Vokabeln: Eine linguistische Untersuchung der konzeptuellen Struktur

Die Sprachen der Welt verfügen über eine Reihe von Ausdrücken, die offenbar sensitiv auf die Qualität des Beispiels reagieren. Beispiele hierfür sind kontrastive Reduplikation („a SALAD salad“), das Suffix -issimo im Italienischen („uccellissimo“, der ultimative Vogel) oder „za" im umgangssprachlichen Japanisch („za washoku“, klassische japanische Küche). Viele dieser Ausdrücke haben Eigenschaften, die ihre Modellierung erschweren. Sie tragen je nach Art des Satzes, den sie modifizieren, zu unterschiedlichen Bedeutungen bei, sie haben unterschiedliche Grade der Selektivität hinsichtlich der Sätze, die sie modifizieren können, und sie stützen sich manchmal auf grundlegend unterschiedliche Vorstellungen davon, was als „gutes Beispiel“ gilt. Dieses Projekt zielt darauf ab, durch die Untersuchung dieser Ausdrücke ein besseres Verständnis der konzeptuellen Repräsentation zu erlangen. Wie sollten wir ihre zugrunde liegende Bedeutung modellieren, und was muss dazu über die konzeptuelle Repräsentation behauptet werden?

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