PerSNaL - Perspektive und das Selbst in natürlicher Sprache

Dieses Projekt untersucht die Kodierung von Perspektive in natürlicher Sprache, mit besonderem Schwerpunkt auf der Semantik von Einstellungsberichten (z.B. "John denkt, dass es regnet", "Mary sagte, dass sie klug war"). Dabei werden Daten aus der linguistischen Feldarbeit und der Psycholinguistik verwendet. Das Thema ist eng mit den Einstellungen de se verbunden - Gedanken, Erwartungen, Hoffnungen und dergleichen, die von Natur aus zuerst persönlich sind, wie bei "John behauptet, ein guter Semantiker zu sein". Die zu untersuchende Hypothese ist, dass sprachliche Berichte über Einstellungen de se ein Sonderfall der perspektivischen Sprache sind. Wir untersuchen, inwieweit die formalen Werkzeuge, die für die Analyse von Einstellungen de se entwickelt wurden, auf andere perspektivische Phänomene angewendet werden können. Wir gehen davon aus, dass einige perspektivische Sprachen eine differenzierte Analyse erfordern, als die derzeit verfügbaren für Einstellungen de se. Die Herausforderung wäre dann, neue formale Werkzeuge zu entwickeln, mit denen diese Ausdrücke modelliert werden können. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse nicht nur Auswirkungen auf die theoretische Linguistik, sondern auch auf die Philosophie der Sprach- und Kognitionswissenschaften haben werden.