Dissertation von Nathalie Topaj veröffentlicht

14.08.2020

Die Dissertation von Dr. Nathalie Topaj zum Thema "Grammatical and pragmatic use of referential expressions in picture-based narratives of bilingual and monolingual children in Russian and German" ist ab sofort unter https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/22426 frei zugänglich.

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie zweisprachig russisch-deutsche Kinder im Vergleich zu einsprachig russischen und deutschen Kindern Referenzmittel wie Pronomina oder Nominalausdrücke für die Einführung, Weiterführung und Wiedereinführung von Referenten einsetzen. Die Daten beruhen auf Erzählungen von Bildergeschichten; etwa 130 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren in St. Petersburg und Berlin nahmen an den Untersuchungen teil. Das Hauptergebnis: Nach einigen sprachentwicklungsbedingten Unterschieden bei jüngeren Kindern setzen bilinguale Kinder spätestens im Alter von sechs Jahren das jeweilige Repertoire der referentiellen Mittel - trotz der großen Unterschiede zwischen den Sprachen - erstaunlich zielsprachlich ein.

Nathalie Topaj ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich II 'Sprachentwicklung & Mehrsprachigkeit'. Sie ist Koordinatorin und Projektmanagerin des Berliner Interdisziplinären Verbunds für Mehrsprachigkeit (BIVEM) und des Interdisziplinären Forschungsverbunds (IFV). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des bilingualen Spracherwerbs, insbesondere der narrativen Fähigkeiten und Referenz, in der Entwicklung von Test- und Sprachfördermaterialien in verschiedenen Sprachen sowie Fortbildungsmodulen für pädagogische Fachkräfte. Sie bietet außerdem Seminare und Beratung zur mehrsprachigen Erziehung für Eltern und Einrichtungen an.